Andreia Bickenbach + Julia Stolba
„Dialoge zur Politik des Vorläufigen (Queer Politics)“

51.312278°, 9.503306°
Material:
Skulptur/Objekt: Metall und Glas
Malereiinstallation: PVC Stoff und Tusche

„Wenn der Begriff queer ein Ort kollektiver Auseinandersetzung sein soll, Ausgangspunkt für eine Reihe historischer Überzeugungen und Zukunftsvorstellungen, wird er das bleiben müssen, was in der Gegenwart niemals vollständig in Besitz ist, sondern immer nur neu eingesetzt wird, umgedreht wird, durchkreuzt wird [queered] von einem früheren Gebrauch her und in die Richtung dinglicher und erweiterungsfähiger politischer Zwecke.“ (Judith Butler: Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts, Frankfurt am Main 1997, S.313)

Die beiden Arbeiten sind im Dialog zum Thema Genderfluidität entstanden. Gemeinsam verkörpern sie die Dynamiken bezüglich Genderkonzepten und -identitäten. An den beiden Uferseiten stehen sie sich als das soziale und das biologische Geschlecht gegenüber. Das Zentrum zwischen den Standorten ist der Fluss. Im übertragenem Sinn ein Versuchsfeld, welches stets in Bewegung und Veränderung bleibt und dabei selbst in seiner Gänze niemals greifbar ist, wie das Wasser. Von der Brücke aus gesehen, ist es möglich, beide Arbeiten als zusammengehörig zu erkennen. Die Positionen verbinden sich durch den Fluss als Spektrum, der zwischen ihnen liegt. In ihm ist eine Vielzahl von Genderidentitäten und -konzepten enthalten, ihre stetige Dynamik und damit einhergehende Wandlung.

material:
sculpture/object: metal and clay painting installation: PVC fabric and ink

"If the term queer can be a place of collective confrontation starting point for a number of historical convictions and ideas of the future, it will have to remain that which is never completely in possession in the present, but is always only used anew, is turned around, is thwarted _(queered)_ from an earlier use and in the direction of more material and expandable political purposes." (Judith Butler: Bodies that matter. On the discursive limits of sex, Frankfurt am Main 1997, p.313)

The two works were created •during• a dialogue on the issue of gender fluidity. Together they embody the dynamics of gender concepts and identities. On both sides of the shore they face each other as the social and the biological gender. The centre between the sites is given by the river. In a figurative sense, it represents a field of experimentation. A space which is always in motion, transformation and yet, even in its entirety, resisting being tangible, like water. Viewed from the bridge, it is possible recognising the uniting bound between the works. Their positions are connected by the river as a spectrum that lies between them. It contains a diversity of gender identities and concepts. Their (inherent) dynamics and changes are taken up by means of the flow movement.